Der Physiologe und Nobelpreisträger John Carew Eccles

John Carew Eccles

John Carew Eccles

Der australische Physiologe John Carew Eccles wurde am 27. Januar 1903 in Melbourne geboren. Seine Eltern waren die Lehrer William James und Mary (geb. Carew) Eccles. John studierte Medizin an der Universität Melbourne und schloss sein Studium 1925 ab. Seine Studien setzte er an der Universität Oxford fort. Von 1927 bis 1931 erforschte er dort am Lehrstuhl des Physiologen Charles Scott Sherrington den Ablauf von Reflexen in den Nervenbahnen sowie die Signalübertragung über den synaptischen Spalt. Zusammen mit Sherrington veröffentlichte er acht wissenschaftliche Artikel. Im Jahre 1929 erwarb er einen Doktortitel auf dem Gebiet der Physiologie. Er war bis zum Jahre 1937 in Oxford tätig.

John Eccles lehrte in den Jahren 1937 bis 1966 an der Universität von Otago und an der Nationaluniversität von Australien. Danach betrieb er biomedizinische Forschungen am American Medical Association Institute for Biomedical Research in Chicago. John Eccles wurde 1968 Fakultätsmitglied am College der Universität von Buffalo.

Zusammen mit seinen Kollegen Alan Lloyd Hodgkin, einem britischen Physiologen, und Andrew Fielding Huxley entdeckte John Eccles den elektro-physiologischen Mechanismus der Erregungsleitung. Dafür erhielt er zusammen mit seinen beiden Kollegen im Jahre 1963 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Die Nominierung für den Nobelpreis lautete „Für ihre Entdeckung über den Ionen-Mechanismus, der sich bei der Erregung und Hemmung in den peripheren und zentralen Bereichen der Nervenzellmembran abspielt.“ Eccles konnte seine eigene Kritik an der Theorie der chemischen Vermittlung klar widerlegen und war außerdem philosophisch tätig. Er beschäftigte sich mit dem Problem des Bewusstseins und vertrat klar den Standpunkt, dass nur ein Mensch das Ich-Bewusstsein besitzt, das sich von Geburt an entwickelt. Er schrieb zusammen mit Karl Popper das Buch „Das Ich und sein Gehirn“. Kritisiert wird John Eccles aufgrund seiner Theorien, die auf ein Weiterleben nach dem Tode schließen lassen. John Eccles starb am 2. Mai 1997 in Locarno.