Der Versicherungsmanager Harald Mandt

Der deutsche Versicherungsmanager Harald Mandt wurde am 13. April 1888 in Kiel geboren. Sein Vater war Otto Mandt, ein kaiserlicher Marineoffizier und Kapitän zur See. Harald Mandt besuchte die Schule in Kiel, Wilhelmshaven und Berlin. Er studierte in Greifswald und Berlin Rechtswissenschaften, Staatswissenschaften und Nationalökonomie. Er erwarb ein Rhodes-Stipendium und studierte am Brasenose-College in Oxford. Da das Rhodes-Stipendium im Jahre 1902 ins Leben gerufen wurde, war Harald Mandt einer der ersten deutschen Rhodes-Stipendiaten. Er war in Oxford im Jahre 1912 Mitglied des Hanover Club, einem britisch-deutschen Debattierclub, der von Albrecht Graf von Bernstorff geleitet wurde. Bernstorff war ein Studienfreund von Harald Mandt und ebenfalls Rhodes-Stipendiat. Harald Mandt promovierte als Dr. jur. Seinen Militärdienst leistete er von 1912 bis 1913. Im Ersten Weltkrieg war er von 1914 bis 1919 an der Ostfront in Russland eingesetzt.

Harald Mandt nahm eine Tätigkeit bei der Albingia-Versicherungsgesellschaft auf. Im Jahre 1930 wurde er deren Generaldirektor. Harald Mandt war von 1956 bis 1970 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Albingia. Nach dem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat wurde er als Ehrenpräsident ernannt. Mandt war acht Jahre lang als leitender Direktor einer Rückversicherungsgesellschaft in Argentinien, in Buenos Aires, tätig.

Harald Mandt war seit 1907 Mitglied des Corps Pomerania Greifswald. Er wurde 1959 Corpsschleifenträger der Saxonia Göttingen. Außerdem war er Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Hamburg. Mandt war der erste deutsche Vizepräsident von Rotary International.

Harald Mandt erhielt mehrere Auszeichnungen. Er wurde im Jahre 1959 zum Ehrensenator der Universität Hamburg ernannt. Er erhielt das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Harald Mandt war Commander of the British Empire.

Harald Mandt starb am 27. Januar 1974 in Hamburg.