John Roger Searle wurde am 31. Juli 1932 in Denver im US-Bundesstaat Colorado geboren und ist ein amerikanischer Philosoph. Bereits im Alter von siebzehn Jahren begann Searle sein Studium der Philosophie, Politologie und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wisconsin. Im Jahre 1952 ging er nach Oxford, um dort zu studieren. In den Jahren 1956 bis 1959 lehrte er am Christ Church College in Oxford. Er schrieb eine Dissertation über Sinn und Bezug. Im Jahre 1959 wurde er im Alter von 27 Jahren als Professor an die Universität von Californien, Berkeley, berufen. Er gehört der dortigen philosophischen Fakultät seit fast 50 Jahren an. Searle ist auf Sprachphilosophie spezialisiert. Sein sprachphilosophisches Hauptwerk Speach Acts publizierte er im Jahre 1969. Später beschäftigte sich Searle mit der Philosophie des Geistes. Er wurde im Jahre 2000 mit dem Jean-Nicod-Preis ausgezeichnet. Weitere Arbeitsgebiete von John Searle sind Teile der Metaphysik.
John Searle ist ein wichtiger Vertreter der Sprechakttheorie. Er beschäftigt sich mit Sprechhandlungen und Sprachregeln. In der Philosophie des Geistes vertritt Searle die Auffassung, dass die Intentionalität das Bindeglied zwischen der Philosophie der Sprache und der Philosophie des Geistes ist. Searle beschäftigt sich mit der Theorie des Bewusstseins und hat Arbeiten über die Intentionalität und die künstliche Intelligenz veröffentlicht.
Die Theorien von Searle werden teilweise von Hubert Dreyfus kritisiert. Dreyfus vergleicht das Konzept von Searle über den Verstehens-Hintergrund mit den Werken von Heidegger. Searle setzte sich mit der Kritik von Dreyfus auseinander.
Weitere wichtige Forschungsgebiete von John Searle sind die Konstruktion sozialer Wirklichkeiten sowie die Phänomene Realismus und Relativismus.