Genaue Daten über Geburtstag, Geburtsort, Sterbetag und Sterbeort von Georg Rosen liegen nicht vor. Fest steht jedoch, dass Georg Rosen im Jahre 1895 in der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran geboren wurde und im Jahre 1961 starb. Sein Vater war der spätere deutsche Außenminister Friedrich Rosen. Vater und Großvater waren Orientalisten. Georg Rosen war im Jahre 1917 als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg aktiv und an der Westfront eingesetzt. Er studierte Rechtswissenschaften, promovierte und trat im Jahre 1921 dem diplomatischen Dienst bei. Rosen war von 1933 bis 1938 Legationssekretär an der Deutschen Botschaft in China. Im Jahre 1937 war er in der damaligen chinesischen Hauptstadt Nanjing tätig und setzte sich nach dem japanischen Überfall auf China zusammen mit dem deutschen Kaufmann John Rabe für die Errichtung einer Schutzzone ein, welche die Zivilbevölkerung Chinas vor den japanischen Übergriffen schützen sollte. Er half mit, das Leben von mehr als 200.000 Chinesen zu retten.
Da Rosen jüdische Vorfahren hatte, wurde er im Dritten Reich nicht befördert. Im Jahre 1938 wurde er zum Austritt aus dem diplomatischen Dienst gezwungen. Er entschloss sich 1938 zur Emigration nach London und anschließend in die USA. Dort war er als Dozent an mehreren Universitäten tätig. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Rosen nach Deutschland zurück und nahm eine Tätigkeit im Auswärtigen Dienst auf. Er war Botschaftsrat in London und Botschafter in Montevideo. Er wurde 1960 in den Ruhestand versetzt.
Rosen war einer der wenigen Deutschen, die ein Rhodes-Stipendium für die Universität Oxford erhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich dafür ein, dass Deutsche weiterhin ein Stipendium für die Universität Oxford erhalten konnten.