Das GFPS-Stipendienprogramm

GFPS ist die Abkürzung für Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa. Der GFPS wurde 1984 in Freiburg gegründet. Er hat das Ziel, die kulturellen und wissenschaftlichen Grenzen zwischen Deutschland, Polen, Tschechien und Weißrussland zu überwinden und das Interesse für die Nachbarländer zu wecken. Zu diesem Zweck dient der Austausch junger Menschen. Studenten und Doktoranden aus Polen, Tschechien und Weißrussland, die in Deutschland studieren möchten, können mit einem Stipendium gefördert werden. Sprachkurse in Deutsch, Polnisch und Tschechisch werden organisiert. Gemeinsame Seminare und kulturelle Projekte werden durchgeführt. Der GFPS arbeitet mit Partnervereinen in Tschechien und Polen zusammen. Die Schirmherrschaft für den GFPS hat Prof. Dr. Gesine Schwan übernommen. Der GFPS wird u.a. von der ZEIT-Stiftung und von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

Studenten aus Deutschland, die ein Semester in Polen oder Tschechien studieren möchten, können vom polnischen oder tschechischen Partnerverein des GFPS ein Stipendium erhalten. Der polnische Partnerverein bietet zusätzlich die Möglichkeit für einen polnischen Sprachkurs an. Im Mittelpunkt eines Stipendiums steht nicht die finanzielle Unterstützung. Wichtig ist dem Verein die persönliche Begegnung der Stipendiaten. Die Vereine unterhalten dazu Stadtgruppen in 27 deutschen Universitätsstädten, 12 Hochschulstädten in Polen und 6 Hochschulstädten in Tschechien.

Für den Auslandsaufenthalt werden Zimmer besorgt, Hilfe bei der Erledigung der Formalitäten gewährt sowie die universitären Einrichtungen der Stadt vorgestellt. Mit dem Stipendium soll ein großer Teil des Lebensunterhaltes gedeckt werden. Die Studenten sollen die Möglichkeit haben, ohne finanzielle Einschränkungen am Studentenleben teilzunehmen.

In Deutschland, Tschechien und Polen wird die persönliche Betreuung durch ein semesterbegleitendes Seminarprogramm ergänzt. Jedes Semester beginnt mit einem Städtetag, an dem sich die Stipendiaten kennenlernen sollen. Dazu wird ein kulturelles Rahmenprogramm angeboten. Ein weiterer Höhepunkt eines Semesters ist ein wissenschaftliches Seminar.

Studenten dürfen sich bis zum 30. Lebensjahr, Doktoranden bis zum 32. Lebensjahr bewerben. Studenten und Doktoranden aus Deutschland müssen die deutsche Staatsbürgerschaft haben und das Abitur in Deutschland abgelegt haben. Sie müssen an einer deutschen Hoch- oder Fachhochschule studieren und sollten bereits gute Kenntnisse in Polnisch oder Tschechisch haben.

Mehr unter: http://www.gfps.org/stipendien/