Der Diplomat und Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz

Adam von Trott zu Solz

Adam von Trott zu Solz

Friedrich Adam Freiherr von Trott zu Solz wurde am 09. August 1909 in Potsdam geboren. Er entstammte einer Adelsfamilie, die der Althessischen Ritterschaft angehörte. Das seit dem 13. Jahrhundert in Nordhessen ansässige Adelsgeschlecht brachte bereits über Generationen Diplomaten und Politiker hervor. Sein Vater August von Trott zu Solz war Oberpräsident der preußischen Provinz Brandenburg. Seine Mutter war Eleonore von Schweinitz, die aus Schlesien stammte. Adam war das fünfte von acht Kindern. Er verbrachte seine frühe Kindheit in Berlin, da sein Vater dort eine Tätigkeit im Kultusministerium aufnahm. Adam wurde von einem britischen Kindermädchen, Louisa Barett, erzogen. Adam besuchte das Französische Gymnasium in Berlin. Als die Familie nach Hessen zurückkehrte, besuchte Adam die Volksschule und das Wilhelmsgymnasium in Kassel. Als die Familie nach der Pensionierung des Vaters das Herrenhaus Imshausen bezog, erhielt Adam Privatunterricht. Nach dem Abitur studierte Adam Rechtswissenschaften in München, Göttingen und Berlin. Während seines Studiums war Trott Mitglied verschiedener Studentenvereinigungen. Trott erhielt eine Einladung nach Oxford und studierte an der dortigen Universität Politikwissenschaften. Er war Rhodes-Stipendiat. Das Studium schloss er als Bachelor of Arts ab.

Während seines Aufenthaltes in Großbritannien erfuhr Trott von der Machtübernahme durch Adolf Hitler. Schon früh war er gegen den Nationalsozialismus in Deutschland und versuchte, möglichst viele Gegner des Nationalsozialismus zusammenzubringen.

Im Jahre 1933 nahm Adam von Trott zu Solz eine Tätigkeit am Amtsgericht in Rotenburg an der Fulda auf, wurde jedoch ein Jahr später nach Hanau versetzt. Durch Albrecht von Bernstorff, einen engen Freund, wurde von Trott auf eine Stelle in der Anwaltskanzlei von Paul Leverkuehns aufmerksam, die er kurze Zeit später antrat. Er pflegte Kontakte in die USA und in den Fernen Osten.

Adam von Trott zu Solz war gemeinsam mit Claus Graf Schenk von Stauffenberg und anderen Verbündeten am Hitler-Attentat beteiligt. Am 26. August 1944 wurde er im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee erhängt.